"Beti"
Sally Nyolo

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Sally Nyolo - BetiPerkussiv-melodische Songs aus dem Herzen Afrikas

Sallys dritte Solo-CD Beti ist eine Hommage an das Leben der Beti-Frauen im Urwald Kameruns. Die Betis sind eine der bedeutendsten Volksgruppen im heutigen Kamerun. Sally arbeitet mit den Klängen der Alltagsgegenstände, die sie in die komplexen Rhythmen des Bikutsi verwandelt - eine Musik die sich auch als elektrifizierte Tanzmusik in den Clubs der Hauptstadt Yaounde wiederfindet, ihren Ursprung jedoch in den dörflichen Festen des Landes hat. Traditionelle Instrumente wie die zehnsaitige Nvet, die an den Klang der Kora erinnert, prägen den Sound von Sallys 18 neuen Stücken... Gleichzeitig verpassen die Lieder nicht den Anschluß an den real existierenden WorldBeat und auch der z.Zt. allgegenwärtige kubanische Son kommt zum Einsatz ("Original"), genauso wie Gesänge in Französisch, Englisch und Eton.
Immer wieder beschreibt Sally Nyolo in ihren Stücken die Kraft der Frauen, ihre Entschlossenheit ("Zenigari"), ihre Selbstständigkeit ("Ntolo") und die starke Verbindung zwischen Mutter und Tochter ("Dimama"). Die Lieder Sallys erzählen von der langsamen Befreiung der afrikanischen Frauen, von der Entstehung eines neuen Selbstbewußtseins inmitten einer traditionellen Kultur, und sie erzählen von der Kraft der Weiblichkeit.

Nach den beiden erfolgreichen Solo CDs "Tribu" (CD Tropical 68.997), 1997 ausgezeichnet mit dem "Prix Découverte RFI", und "Multiculti" (CD Tropical 68.995), Platz 1 Worldmusic Charts Europe Juli 98, ist "Beti" die konsequente Fortsetzung der solistischen Arbeit von Sally Nyolo.

Sally Nyolo ist 1998 für einige Konzerte und Filmaufnahmen in ihre Heimat Kamerun zurückgekehrt zu den Beti-Frauen. Sie singt dort vor einem Publikum, das nicht einfach die Melodie ihres Gesanges übernimmt, sondern gleich alle vier Stimmen mitsingt. Überwältigt von dieser Erfahrung entscheidet sich Sally Nyolo, ihr nächstes Album genau hier aufzunehmen.

In einem Studio in Yaounde, der Hauptstadt Kameruns, spielt sie einige Stücke mit den Bassisten Etoga Abouma Evaniste und Alain Atéba sowie dem Gitarristen Roger Star Nvono ein. Sie trifft dort auch Andjeng Etaba Pantaléon, einen Nvet-Spieler, der sie mit der Nvet, einem harfenähnlichen Instrument, im Titelsong "Beti" begleitet. Die Nvet besteht aus vier Klangkörpern aus Kürbisschalen und zehn Saiten, die ihr einen Klang ähnlich dem der Kora verleihen.

Das Hauptziel ihrer Reise ist jedoch die Begegnung mit den Beti-Frauen, die den Bikutsi-Rhythmus in ihrem Alltag in den Urwaldörfern Kameruns spielen. Es ist Rhythmus, dem auch heilende Kräfte zugeschrieben werden und der ursprünglich von den Frauen mit kleinen Bambushölzern geschlagen wurde. Heute findet man diese Musik auch in der Hauptstadt Yaounde, verwandelt zu elektrifizierter Tanzmusik ohne besonderen Charme. Doch Sally Nyolo sucht die Frauen in den Dörfern im Wald auf. Sie fährt in einem kleinen Kanu den Fluß hinauf und findet dort von neuem die Quelle ihrer Inspiration: Diese einfachen Frauen aus ihrem Heimatdorf Eyem-Meyong vom Stamm der Mbokani. sie leben in einer Welt umgeben von den Klängen der Natur, dem Schnattern der Affen, dem Zwitschern der Vögel, dem Rascheln der Blätter und dem Gluckern der Wasserrinnsale.

Dies sind Geräusche, die auch Sally Nyolo in ihrer Kindheit geprägt haben, und die sie jetzt im Herzen der französischen Metropole Paris neu entdeckt und den europäischen Hörern zugänglich macht. Die solistische Arbeit Sally Nyolos bezieht sich seit ihrem ersten Album "Tribu" immer wieder auf diese Wurzeln im Urwald Kameruns. Auf diese Klänge, die scheinbar banalen Küchengeräten wie Kürbisschalen und Schleifsteinen entlockt werden, die sich jedoch in einer für europäische Ohren oft verwirrenden Polyrhythmik entfalten.
In Sallys Texten spiegelt sich das Alltagsleben der Beti-Frauen wieder. Schlaflieder (Nna) und Abzählreime (Odjo) stehen neben den Klagen der älteren Frauen (Bebele). Dieses letzgenannte Lied, vorgetragen von der alten Maman Ngone Andéla, wurde so auf die CD übernommen, wie sie es Sally Nyolo in Eyem-Meyong vorgesungen hatte.

Immer wieder beschreibt Sally Nyolo in ihren Stücken die Kraft der Frauen, ihre Entschlossenheit (Zenigari), ihre Selbstständigkeit (Ntolo) und die starke Verbindung zwischen Mutter und Tochter. (Dimama). Bei ihrem Besuch in Eyem-Meyong hat Sally Nyolo auch ihre Mutter Maman Tsogo wiedergetroffen – ein altes Bild von ihr findet sich im Booklet der CD Beti. Sie beschreibt ihrer Tochter den Kummer, den ihr die Einsamkeit des Alters bringt. Es scheint oft so als beschrieben die Stücke auf der vorliegenden CD nicht das Leben der Beti-Frauen im Herzen des kamerunesischen Urwalds, sondern auch die ganz persönlichen Stimmungen Sally Nyolos. Ihr Weg von der Zusammenarbeit mit der A-Capella-Formation Zap Mama, die ihr weltweiten Erfolg brachte, zur Arbeit an ihren Soloprojekten, die sehr viel stärker ihre ganz persönlichen Fähigkeiten fordert: Ihre Entschlossenheit und ihren Willen zum Erfolg. Die Lieder Sally Nyolos erzählen von der langsamen Befreiung afrikanischer Frauen, von der Entstehung eines neuen Selbstbewußtseins inmitten einer traditionellen Kultur, und sie erzählen von der Kraft der Weiblichkeit.

Alexander Trofimow


"Großartig" Stereo

"Sehr Gut" Scala

"Respekt" Folker

"Excellent" Music Manual

"Mit einer selten gehörten Leichtigkeit lädt Sally ein zu einer Klangreise zwischen Trance und Tanz" aktiv Musikmag.