Bossa Cabana
50 Years Of Eternal Music

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Eine Zusammenstellung der bekanntesten Bossa Novas, gesungen und interpretiert von Musikern der ersten und zweiten Generation der Bossa Nova.

Pressestimmen zu Bossa Cabana

Bossa Cabana. 50 Years Of Eternal MusicEines der ersten Alben von Tropical Music war vor 22 Jahren eine Zusammenstellung der ersten brasilianischen Bossa Nova-Aufnahmen von João Gilberto aus den Jahren 1959 bis 1961. Aus Anlass ihres 25-jährigen Jubiläums wurden diese Aufnahmen damals erstmalig in Europa veröffentlicht! Wir sind stolz, 50 Jahre nach dem Jahr 1956, in dem eigentlich alles begonnen hatte, die vorliegende Zusammenstellung von einigen der erfolgreichsten Bossa Nova-Songs zu präsentieren, interpretiert von einigen ihrer Schöpfer und deren Kindern.

Um 1856, vor rund 150 Jahren, waren die Strände südlich des Zentrums von Rio noch nahezu naturbelassen. Fünfzig Jahre später, 1906, gab es in den stadtnächsten Gebieten wie Leme und Copacabana bereits die ersten Tunnels, es entstanden hier und da eine Hütte (eine cabana), ein Restaurant und Wochenendhäuser betuchter Cariocas. Und doch hat die Copacabana weder etwas mit dem WM Cup (copa) noch mit den ersten Hütten zu tun. Sacopenapã hieß der Strand einst, bis Kaufleute vom Wallfahrtsort auf der Halbinsel Copacabana im südlichen Titicacasee eine Kopie der Marienstatue aus einer dortigen Kapelle mitbrachten, die dem Strand dann den Namen gab. 1956 entstand hier die Bossa Nova – irgendwo in den Bars, Apartments und Cafés in den inzwischen dichtbebauten Häuserblocks zwischen Leme, Copacabana, Ipanema und Leblón. Bossa Cabana…
   

Copacabana um 18221956 war das Jahr, in dem der große brasilianische Poet Vinicius de Moraes den ehemaligen Architekturstudenten Antonio Carlos Brasileiro de Almeida Jobim zum ersten Mal getroffen hatte, und in dem ein junger Bahianer namens João Gilberto nach Rio zurückkehrte, nachdem er längere Zeit zur Krisenbewältigung in Bahia verbracht hatte. Im gleichen Jahr erlebte Vinicius’ Theaterstück vom „Orfeu da Conceição“ mit Melodien u.a. von Jobim seine Uraufführung, das später durch seine Filmversion „Orfeu Negro“ (Marcel Camus, 1959) weltberühmt wurde.

Etwas Neues lag spätestens seit Mitte der 50er Jahre in der feuchten Atlantik-Luft über der Südzone Rios. Aber keiner wusste genau, was es war. Antonio Carlos Jobim und seine Kollegen experimentierten mit modernen Sambas, die anders sein sollten als die exaltierten Lieder von Carmen Miranda oder die Sambas des Carnaval. João Gilberto war zurück in Rio, sang jedem sein ‚Bim Bom’ vor, sich selbst dabei mit der Gitarre begleitend. Eigentlich stellte er den Cariocas damit schon die erste Bossa Nova vor, aber er wusste es nicht und sang noch ‚Bim Bom, das ist nur mein Baião…’.

Copacaban mit ZuckerhutJoão Gilberto suchte neue Jobs, kam in die Kneipen, wo Jobims Freunde damals spielten, nutzte deren Pausen für kurze Einlagen. Gilbertos Gesang und Gitarrenspiel machten das neue Styling für Jobims harmonisch moderne Melodien und Vinicius’ Texte perfekt: ein betont zurückgenommener Gesang und ein neuer Rhythmus auf der Gitarre, mit dem Swing-Balanco einer ganzen Samba Batucada, die Gilberto auf die Schläge des kleinen Tamburim reduziert hatte. Diese neue Musik schien alles nur anzudeuten, nichts zu überladen, und die Texte wurden spielerisch.

Einer, der als erster die Bedeutung dieser neuen Musik erkannte, war ebenfalls 1956 nach Rio zurückgekommen: Aloysio de Oliveira, bis dahin mit Carmen Miranda in den USA und dann bei Walt Disney angestellt, wurde Chef der brasilianischen EMI, bei der João Gilberto seine ersten Aufnahmen machte.

Das Album Bossa Cabana präsentiert einige der berühmtesten Stücke wie ‚Samba de uma nota só’, ‚Só danco Samba’, ‚Corcovado’, ‚Desafinado’, ‚Garota de Ipanema’ und viele andere. ‚Desafinado’ gilt heute als die offizielle internationale Premiere der Bossa Nova, die in Europa erst auf dem Umweg über Nordamerika als Jazzversion erfolgte. Die echte Bossa Nova hatte erstaunlicherweise eine nur sehr kurze Hochsaison in Brasilien (1958-1964), aber mit einer unglaublichen Nachwirkung. Zumindest eine Generation von brasilianischen Nachwuchs-Künstlern hat mit dem Singen der Lieder João Gilbertos zum ersten Mal auf der Bühne gestanden, die Musikschule von Menescal & Boscoli war überlaufen von jungen Gitarristen, die wie João Gilberto spielen wollten.

Seit einigen Jahren gibt es eine Art Bossa Nova Relaunch mit Electric Bossa, Bossa Remixes und Drum’n’Bossa. Auch viele ältere Musiker aus den Anfängen der Bossa Nova leben noch und sie singen wie ihre Kinder und Enkelkinder fast unverändert die Lieder, die für eine ganze Generation von hauptsächlich Mittelklasse-Brasilianern das Lebensgefühl ihrer Jugend repräsentieren.

Roberto MenescalDie meisten Interpreten auf Bossa Cabana haben die heiße Phase der Bossa Nova in Rio selbst mitgestaltet oder miterlebt, allen voran der Gitarrist und Komponist Roberto Menescal (geb. 1937), der damals zusammen mit Carlos Lyra Leiter einer Musikschule war und neben Gilberto der wichtigste Gitarrist und später erfolgreicher Musikchef der Polygram wurde.

Bossa Cabana vereint Musiker aus zwei Generationen der Bossa Nova: Die Lieder werden interpretiert von Ikonen wie Menescal, Lyra, Wanda Sá, Os Cariocas, Marco Valle, Maria Creuza, Danilo Caymmi und jungen Künstlern wie Marcela Mangabeira, Claudia Telles, Cris Delanno, u.a. Im ersten Titel der CD sind sie alle vereint, auch zwei Söhne Jobims machen mit.

Das kreative Trio Jobim-Vinicius-Gilberto und viele andere Bossa Nova-Schöpfer haben mit der Bossa Nova moderne Samba-Cancoes für ein mundiales Publikum geschaffen, von denen viele bis heute unvergessen sind. Einige besonders schöne Beispiele enthält unsere CD.

Pressestimmen zu Bossa Cabana

„Diese zum 50-jährigen Jubiläum der Bossa Nova veröffentlichte Auswahl besticht schon mal durch ihre äußerst stimmige Atmosphäre“
Jazzthetik

„There’s not an electronicremix or drum’n’bossa retooling to be heard, just timelessly smooth takes on such Jobim masterpieces as Desafinado, Garota de Ipanema and So Danço Samba.”
The Times

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