A Tribute To Markos Vamvakaris
GEORGE DALARAS

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George Dalaras - A Tribute To  Markos VamvakarisMarkos, ein 16jähriger Hilfsarbeiter von der Zykladeninsel Syros sitzt an einem verregneten Herbstabend des Jahres 1921 in Piräus in einer Hafenkneipe und die mit Haschisch gefüllte Wasserpfeife macht die Runde. Er spielt auf seiner Bouzouki, sein Freund Stratos singt dazu, und um sie herum amüsiert sich der Bodensatz des Athener Nachtlebens: Das Publikum ist eine obskure Mischung aus Dealern, kleinen Gaunern und Arbeitslosen.

Yorgos (George), ein 53jähriger Grieche aus Piräus und Sohn eines Rembetikomusikers, sitzt am 27. September 2002 auf der Bühne im Apollo-Theater in Ermopoulis, der Hauptstadt der Zykladeninsel Syros. Umgeben von den Söhnen des Rembetiko-Großmeisters Markos Vamvakaris intoniert George Dalaras die ersten Zeilen des Liedes "Frangosyriani"(Mädchen von Syros). Der ganze Saal singt sofort mit, und das Publikum genießt den Abend in dem frisch renovierten Theater von Syros.

Dazwischen liegen 81 Jahre griechische Geschichte, die an diesem Konzertabend in Ermopoulis im Raum zu spüren sind. Es ist die Geschichte des Rembetiko, der in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in den ärmlichen Vororten von Athen und Thessaloniki entstand, wo sich griechischstämmige Flüchtlinge aus der Türkei nach der Niederlage Griechenlands in Kleinasien zu Tausenden einfanden. Hier vermischte sich die Musik des Orients mit den Gesangstraditionen Europas in der haschischgeschwängerten Luft kleiner Cafés zum "griechischen Blues", hier wurde aus der türkischen Saz die griechische Bouzouki.

Markos VamvakarisMarkos Vamvakaris schrieb in diesen Kneipen seine ersten Lieder vom Drogenrausch, von gebrochenen Herzen und Gaunern im Knast. Er überlebte einige seiner Mitmusiker und seinen Bruder, die ihr Leben zugedröhnt und mittellos im Straßengraben beendeten. Auch das Verbot der "Haschischlieder" Ende der dreißiger Jahre durch den Diktator Metaxa konnte ihm nichts anhaben, und heute ist Vamvakaris DER große alte Meister des Rembetiko.

Das Konzert in Ermopoulis, auf der Geburtsinsel von Vamvakaris, ist George Dalaras' Verbeugung vor dem Werk des Komponisten und Sängers Markos Vamvakaris. An drei Abenden, wahrscheinlich auch nicht zufällig an Dalaras' 53. Geburtstag, entstand das vorliegende Doppelalbum "Tribute to Vamvakaris" mit 28 Stücken voller Emotion und Leben und George Dalaras als Hauptsänger. Es sind Lieder, die das Publikum auswendig mitsingen kann, und in denen es sich wiederfindet.

George Dalaras ist einer der griechischen Stars schlechthin seitdem er in den achtziger Jahren mehrere Abende im ausverkauften Athener Olympiastadion vor 90.000 Menschen gesungen hat, und er ist auch verantwortlich für die Wiederentdeckung des Rembetiko in Griechenland. Das Album "50 Jahre Rembetika", das 1975 unmittelbar nach dem Ende der Militärdiktatur erschien, führte zu einer neuen großen Welle der Begeisterung für den "griechischen Blues" und es ist bis heute eines der meistverkauften Alben von George Dalaras. Auch in Deutschland begeisterte George Dalaras das Publikum bei zahlreichen Tourneen durch die großen Hallen, und seine bei Tropical Music veröffentlichten Alben haben sich insgesamt über 70.000-mal verkauft.

Alle Liedtexte und Begleittexte des Albums "Tribute to Vamvakaris" wurden ins Englische übersetzt und sind im umfangreichen Booklet der Doppel-CD abgedruckt. Gesamtspielzeit 86 Minuten.
  

Pressestimmen zu George Dalaras - Tribute To Vamvakaris

"Welchen Wert dieses Werk hat, kann man wahrscheinlich erst in vielen Jahren ermessen, wenn die letzte Generation der ,Rembetes' nicht mehr lebt und nur noch solche Tonträger als zeitgeschichtliche Dokumente existieren"
Folker

"Ein Denkmal, das gelungener nicht sein kann"
Jazzthetik

"A very enjoyable and accomplished pair of CD"
Songlines

 

Weitere CDs von George Dalaras bei Tropical Music:

CD Shining Nights
CD Live & Unplugged // Liedtexte zu Live & Unplugged
CD The Greek Spirit
CD The Greek Voice

CD Axion Esti / Romiosini
CD Deserted Villages (Erima Choria)

Weitere Informationen zu George Dalaras